- Rauchmelder
- Sichere Haustechnik
- Sicherheit im Haushalt
- Sicherheit in der Küche
- Sicherheit Weihnachtszeit
- Wenn es brennt
Brandrauch ist heimtückisch. Moderne Haushalte sind von Möbeln bis zu Gebrauchsgegenständen angefüllt mit Kunststoffen, bei deren Verbrennung giftiger Rauch entsteht. Selbst kleine Brandherde können so durch ihre Rauchentwicklung zur großen Gefahr werden. Werden Schlafende nicht geweckt, droht die Gefahr einer Ohnmacht oder gar die des Erstickens. In Deutschland fallen jährlich über 800 Menschen dem Feuer zum Opfer. Tausende mehr müssen wegen Rauchvergiftung in Krankenhäusern behandelt werden. Die häufigsten Todesursachen sind nicht Verbrennungen - wie allgemein angenommen -, sondern Vergiftungen durch Rauch. Wichtig ist deshalb eine frühzeitige Warnung für die Betroffenen. Ein Rauchmelder erkennt frühzeitig den bei Bränden entstehenden Rauch und warnt durch einen lauten, pulsierenden Ton. Schlafende werden so zu einem frühen Zeitpunkt geweckt, so dass Rettung noch möglich ist.
Die gefährlichsten Brände im Privatbereich sind die, welche abends zwischen 20.00 und 6.00 Uhr ausbrechen, wenn die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung schlafen. Innerhalb von wenigen Minuten kann Rauchgas Bewusstlosigkeit verursachen. Dadurch sind die Betroffenen außer Stande sich selbst aus den Gefahrenzonen zu begeben. Und wer weckt Sie, wenn's brennt? Die Installation von Rauchmeldern ist der sicherste Weg, wie Sie sich in Ihrem Heim vor diesen Gefahren schützen können.
Rauchmelder arbeiten nach dem Prinzip der Lufttrübmessung.. Ein unsichtbarer Lichtblitz prüft alle 40 Sekunden die Lufttrübung in der Messkammer. Bei Brandrauch wird sofort durch den Schallgeber Aland ausgelöst.
Wo sollen Rauchmelder installiert werden:
Als Grundregel für Rauchmelder in Privathaushalten gilt: Der Rauchmelder sollte in einem zentral gelegenen Raum wie z. B. dem Flur angebracht werden. Dadurch werden die schlafenden Menschen auf einen Brand im Wohnzimmer oder in der Küche rasch aufmerksam. In einem Haus sollte pro Stockwerk mindestens ein Rauchmelder montiert werden. Außerdem ist die Installation eines Rauchmelders im Kinderzimmer besonders zu empfehlen.
Vergewissern Sie sich, wo sich in Ihrer Wohnung Gas- und Wasser abstellen lassen.
- Die zentrale Gas- und Wasserversorgung für das Gebäude befindet sich meist im Untergeschoss.
- Überprüfen Sie Absperrventile regelmäßig auf ihre Beweglichkeit.
- Ist ein Gaszähler am Brand beteiligt, so lötet dieser bei hoher Temperatur aus (Ausschmelzen der Lötstelle), und es entsteht ein neuer Brandherd. Ein vorgeschaltetes Sicherheitsventil kann dies verhindern. Es unterbricht die Gaszufuhr automatisch bei Temperaturen von ca. 70 Grad.
- Auch Wasser kann im Haushalt große Schäden anrichten. Sind Wasch- oder Spülmaschinen in der Wohnung installiert sollten an deren Wasserversorgung Überdruckventile vorgeschaltet sein. Diese verhindern bei Schäden an Schlauch oder Maschine das unkontrollierte Ausströmen von Wasser in die Wohnung.
- Die Sicherungskästen für Haushaltsstrom befinden sich häufig im Bereich der betreffenden Wohnungen. Betätigen Sie nur diese Sicherungen. Die Haussicherung, die sogenannte Panzersicherung, ist verplombt und den Energieversorgungsunternehmen vorbehalten.
Jeder sollte auch einmal darüber nachdenken, dass es auch in seinem Haus oder seiner Wohnung brennen kann. Tritt der Ernstfall tatsächlich ein, ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist.
Ansonsten gilt: Vorbeugen ist die beste Brandversicherung!
Wie man unnötige Gefahren vermeidet, zeigen die folgenden Tipps:
- Der erste Rettungsweg aus Ihrem Haus ist der Treppenraum; verstellen Sie diesen nicht durch Möbel oder Gerümpel.
- Wenn Sie kein Telefon besitzen, sollten Sie wissen, wo der nächste münzfreie Notruf ist. Ein Notruf an die Feuerwehr muss folgende Angaben beinhalten. Wer ruft an? Von wo wird angerufen? Was ist passiert?
- Denken Sie beim Abstellen Ihres Autos auch an die Feuerwehr. Sie benötigt eine Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern. Zündhölzer und Feuerzeuge gehören nicht in Kinderhände.
- Wenn Sie in einem Glasgefäß brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Spiritus aufbewahren, darf die Menge von einem Liter nicht überschritten werden.
- Wenn Ihr Öltank an keinen Kellertank angeschlossen ist, dürfen in einer Wohnung nicht mehr als 40 Liter Heizöl in einem Kanister liegen.
- Hantieren Sie bei offenem Licht (Kerzen oder Zigaretten) niemals mit brennbaren Flüssigkeiten.
- Spraydosen dürfen auf keinen Fall einer direkten Wärmestrahlung ausgesetzt werden.
- Stellen Sie brennende Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage.
- Offenes Licht wie Kerzen oder Petroleumlampen niemals im Bereich brennbarer Materialien aufstellen. " Werfen Sie keine brennende Zigarette in den Papierkorb oder Abfalleimer.
- Rauchen Sie niemals im Bett.
- Lassen Sie elektrische Geräte wie Bügeleisen, Toaster oder Heizdecken nie unbeaufsichtigt.
- Geschmolzene elektrische Sicherungen stets austauschen, niemals überbrücken.
- Gasherde oder elektrische Haushaltsgeräte nur von Fachleuten anschließen lassen.
- Überhitztes Öl oder Fett, das sich beim Kochen selbst entzündet hat, niemals mit Wasser löschen.
- Decken Sie den Kochtopf mit einem Deckel ab. Durch den Sauerstoffentzug erlischt das Feuer von selbst.
Oft wird die Feuerwehr alarmiert: wegen Küchenbränden oder weil: Speisereste im Kochtopf brennen. Lassen Sie deshalb während des Kochens den Herd mit der eingeschalteten Kochplatte nie unbeaufsichtigt.
Fette oder Speiseöle, die zum Braten oder Frittieren verwendet werden, können sich in der heißen Pfanne oder Friteuse bei einer Temperatur von rund 200 bis 300 Grad Celsius selbst entzünden. Versuchen Sie nie, den entstandenen Brand mit Wasser zu löschen. Das brennende Fett wird durch die Dampfbildung des Wassers aus dem Bräter geschleudert und setzt so unter Umständen Ihre Küche in Brand, und Sie selbst ziehen sich schmerzhafte Brandwunden zu, die vom Arzt behandelt werden müssen. Zur Brandbekämpfung nehmen Sie einen bereitliegenden Deckel und setzen diesen auf den Bräter. Durch den Sauerstoffmangel ersticken die Flammen und Sie können den Bräter von der heißen Platte nehmen. Vergessen Sie nicht, die Herdplatte abzuschalten. Denken Sie auch beim gemeinsamen Fondue an die Gefahren mit heißem Fett. Die eingebauten Filter in den Dunstabzugshauben sättigen sich mit der Zeit mit Küchendämpfen und Fett. Den Filter sollte man nicht mit brennenden Flüssigkeiten auswaschen, denn ein Dunstabzugsbrand wäre die Folge. Wechseln Sie alt gegen neu aus. Flambieren Sie auch nie unter der' Dunstabzugshaube. In den Mülleimer gehören keine Asche oder glimmende Zigarettenkippen.
Ungestörter Advent! - - Wenn Weihnachten nicht mehr fern ist, gehören Adventskranz und Christbaum unbedingt zur festlichen Stimmung, ebenso das Tee wärmende Stövchen.
Damit die Behaglichkeit nicht durch unliebsame Überraschungen getrübt wird, sollten Sie einige Dinge beachten:
- Stellen Sie Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage fern allen brennbaren Gegenständen.>
- Bewahren Sie Feuerzeuge und Zündhölzer stets außer Reichweite von Kindern auf.
- Brennen Sie Kerzen nicht unbeaufsichtigt ab. Adventskränze wie auch Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind dann um so leichter entflammbar. Das trockene Reisig brennt mit hoher Geschwindigkeit und Temperatur ab, eine Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb stets möglich. Halten Sie aus diesem Grund einen Eimer oder eine Bodenvase mit Wasser bereit.
- In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen.
- Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum so auf, dass er sicher und in ausreichender Entfernung zu brennbaren Gegenständen steht.
- Bringen Sie Kerzen am Weihnachtsbaum so an, dass zu darüber liegenden Zweigen genügend Abstand bleibt und zünden Sie die Kerzen stets von hinten nach vorn, und von oben nach unten an. Verfahren Sie beim Löschen in umgekehrter Reihenfolge. - Brennen Sie Wunderkerzen nie in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsbaum ab, und entfernen Sie glühende Reste sorgfältig.
- Auch bei der Zubereitung eines Festessens kann einmal etwas schief gehen. Bedenken Sie, dass brennendes Fett in Pfanne oder Friteuse nie mit Wasser gelöscht werden darf, spritzendes Fett ist höchst gefährlich. Legen Sie im Falle eines Falles den Deckel auf Topf oder Pfanne und nehmen Sie das Behältnis von der Herdplatte. Ein festsitzender Deckel erstickt das Feuer, die Flamme erlischt.
Im Blick auf Silvester gilt: Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände.
Bewahren Sie Ruhe und Übersicht.
- Schließen Sie die Tür des vom Brand betroffenen Raums.
- >Melden Sie das Feuer über Notruf 112. Falls Sie kein eigenes Telefon besitzen, sollten Sie sich vorsorglich vergewissern, wo der nächste münzfreie Notrufapparat steht. Ein Notruf bei der Feuerwehr muss drei wichtige Informationen beinhalten. Wer ruft an? Wo ist der Notfall eingetreten? Was ist passiert?
- Unternehmen Sie Löschversuche nur dann, wenn Sie sich nicht selbst gefährden.
- Verlassen Sie die Wohnung und verständigen Sie Ihre Nachbarn!
- Wenn Sie das Gebäude über den Treppenraum nicht mehr verlassen können, begeben Sie sich in einen sicheren Raum, schließen Sie die Tür hinter sich und machen Sie sich am geöffneten Fenster bemerkbar. Benutzen Sie niemals einen Aufzug als Fluchtweg.
- Erwarten Sie die Feuerwehr und weisen Sie diese ein.
Wohnung sichern Zeitgemäße Wohnungseinrichtungen bergen häufig die Gefahr schneller Brandausbreitung und starker Rauchentwicklung, so dass im Ernstfall die Eigenrettung sehr schwierig werden kann.
Im Handel werden sogenannte Brand- oder Rauchmelder für den privaten Haushalt angeboten. Die Melder reagieren auf Rauch und alarmieren mit einem akustischen Ton. Diese Geräte sind besonders empfehlenswert, denn schlafende Menschen werden im allgemeinen durch Rauchentwicklung oder Feuer nicht geweckt, sondern verlieren im Schlaf das Bewusstsein. Auch bei sofortiger Rettung sind Rauchvergiftungen der Regelfall. Der hohe Kunststoffanteil heutiger Wohnungseinrichtungen erhöht die Vergiftungsgefahr zusätzlich, denn brennende oder schmorende Kunststoffe setzen hochgiftige Gase wie Kohlenmonoxid, nitrose Gase, Blausäure oder Chlor frei.
Achten Sie beim Kauf von Rauchmeldern auf das TÜV- und GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit).
Betrieben werden diese Geräte über Batterien oder über das Stromnetz mit zwischengeschalteten Akkus für den Betrieb bei Stromausfall. Achten Sie darauf, dass batteriebetriebene Rauch- oder Brandmelder über einen Kontrollmechanismus verfügen, der nachlassende Batterieleistung anzeigt. Ein akustisches Signal fordert zum Wechsel oder Nachladen auf. Bevor Sie einen solchen Melder installieren, lesen Sie bitte die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch. Sie gibt Auskunft darüber, wo und wie der Melder angebracht werden kann. Folgende Stellen in der Wohnung sind auf keinen Fall geeignet:
Räume mit starker Staub- oder Schmutzbelastung; Garagen, in denen Abgase entstehen; Bad oder Küche, wo hohe Luftfeuchtigkeit herrscht und Essensdämpfe entstehen; Plätze über Heizkörper oder Ventilatoren.